und nun CT, N6TR und QW in P2FD
P2FD Features
- Kann CT-Versionen 7, 8 und 9 .bin-File einlesen, das Format wird automatisch erkannt. Es können außerdem QW.bin, N6TR.dat Dateien, P2FD-OUT-Dateien, WinFd32-Dateien sowie DB-Format (DARC-intern) eingelesen werden.
- Errechnet korrekt die Multiplikator- und Punktewertung, incl. /MM-Stationen
- Die Multiplikator-Auswertung basiert auf Original-CTY.DAT von K1EA.
- Prüft auf Doppel-QSOs und Einhaltung der QSY-Regel nach DARC-Auslegung.
- Prüft auf korrekte Rufzeichenstrukturen (z.B. KORF und DL30J)
- Erzeugt eine statistische Auswertung des Logs.
- Kann die notwendige Anpassung der CT9-Länderdatei CTY.DAT zum Benutzen von CT im Fieldday selbst durchführen.
Benutzung von P2FD
Die Benutzung des Auswerteprogramms ist denkbar einfach: Man kopiert die Logdatei in das Verzeichnis mit den p2fd-Dateien und ruft dann p2fd mit dem Dateinamen der Logdatei auf, unter DOS/Windows z. B.:
C:\LOGS\>p2fd dl0la.bin
Es entsteht eine Datei mit dem Namen DL0LA.OUT, die ein ausgewertetes Log enthält. Das Summary-Sheet und die Multiplikatorliste stehen respektive in DL0LA.SUM und DL0LA.MUL, eine Doppel-QSO-Liste in DL0LA.DUP. Außerdem entstehen für die einzelnen Bänder Single-Band-Logs mit den Endungen .160, .80, .40, .20, .15 und .10. In .BAD werden alle vom Programm erkannten Warnungen und Fehler ausgegeben. Nach dem ersten Durchlauf des Programms sollte man hier nach eventuellen Tippfehlern suchen, ggf. die Eingabedatei korrigieren und danach P2FD noch einmal durchlaufen lassen.
Analog geht es bei QW-Dateien. Ich gehe im Moment davon aus, daß es nur ein einziges QW .bin-Format gibt. Ansonsten ist die Verarbeitung identisch mit den anderen Formaten.
Bei N6TR gehe ich davon aus, daß der Dateiname in ".DAT" endet und daß eine solche Datei eine von TR erzeugte Log-Datei ist. Auch hier gibt es neben dem Einlesen keine weiteren Unterschiede.
Bei dem OUT-Format wird geprüft, ob die erste Zeile an den entsprechenden Positionen Punkte und Doppelpunkte enthält. Es werden nur Zeilen verarbeitet, die wenigstens einen Doppelpunkt enthalten.
Beim WinFd32-Format wird geprüft, ob in den letzten 50 Zeichen der Eingabedatei "WinFd32" gefunden wird. Zeilen, die offensichtlich kein QSO enthalten, werden ignoriert.
/MM und /AM-Stationen
Die Behandlung von Maritime-Mobile-Stationen (und auch Aereonautical-Mobile-Stationen) im Fieldday stellt einen Sonderfall dar. Diese Stationen sind zwar, je nach Standort EU oder nicht-EU, gut für 3 oder 6 QSO-Punkte, als Multiplikatoren zählen sie jedoch nicht. P2FD fragt deshalb beim ersten Auftreten eines solchen Calls interaktiv nach, ob die Station sich in EU befindet oder nicht. Die Antwort wird ausgewertet und in der Datei SPECIAL.TXT aufbewahrt. Beim nächsten Durchlauf von P2FD wird diese Datei eingelesen und man muß keine Fragen mehr beantworten.
Feststationen
Damit mit P2FD auch Feststationslogs ausgewertet werden können, wurde eine Steuermöglichkeit geschaffen. Die Fieldday-Regeln schreiben vor, daß Feststationen nur mit "/P"-Stationen arbeiten dürfen. Deshalb werden hier alle QSOs, die mit nicht-Portabelstationen geführt wurden, mit 0 Punkten bewertet, sowie dem Hinweis "-FIX-" in der Multiplikatorspalte versehen. Die Auswertung für Feststationen wird mit dem Schalter "-f" (s.u.) angesteuert.
Punktewertung
Entsprechend den derzeit gültigen Fielddayregeln werden QSOs mit Feststationen in Europa mit 2, in DX mit 3 Punkten gewertet. Für Portabelstationen gilt die doppelte Punktzahl, also 4 und 6. Stationen mit vorangestelltem oder angehängtem Präfix zählen als Feststationen. Portabelstationen, die keine Nummer vergeben, zählen ebenfalls als Feststationen.
Anfangs- und Endzeit, QSY-Regel
Nach den Fielddayregeln beginnt der Wettbewerb samstags um 15:00 bzw. 13:00 und endet nach 24 Stunden, d.h. um 14:59:59 bzw 12:59:59. Alle QSOs, die außerhalb dieses Zeitfensters getätigt werden, werden von P2FD als ungültig markiert und mit der Bemerkung "-TIME-" in der Multiplikatorspalte versehen.
Die QSY-Regel besagt, daß innerhalb eines Zeitfensters von 10 Minuten (vor dem Jahr 2000: 15 Minuten) nur Multiplikatoren auf anderen Bändern gearbeitet werden dürfen. Die Zeitrechnung beginnt mit Beginn des Wettbewerbs oder 1 Sekunde nach dem letzten QSO auf dem vorletzten Band.
Rufzeichenstrukturen
Für die Amateurrufzeichen gibt es gewisse Rufzeichenstrukturen, die in 99% aller Fälle zutreffen. Ungültig sind von vorneherein Rufzeichen, die keine Ziffer enthalten (z.B. DUMMY) oder welche, die andere Zeichen als 0-9, A-Z und / enthalten (z.B. ?F3CC).
Für die wenigen Ausnahmen von der Konvention wie z.B. 9A50D oder EW35B wird intern eine Ausnahmeliste geführt. Beim Auftreten eines solchen ungewöhnlichen Rufzeichens wird interaktiv gefragt, ob es ein korrektes oder ein falsches Rufzeichen ist. Die Antwort wird aufbewahrt und in der Datei SPECIAL.TXT vermerkt. Beim nächsten Programmdurchlauf wird diese Datei wieder eingelesen und es werden keine Fragen mehr gestellt. Die Datei SPECIAL.TXT kann auch händisch erweitert werden. MM- und AM-Stationen werden mit 3 oder 6 Punkten eingetragen, eindeutig richtige Calls mit 0 und eindeutig falsche mit -1. Beim nächsten Durchlauf werden die entsprechenden Bewertungen vorgenommen.
P2FD Version 4.5 ist unter der Adresse ftp://ftp.muc.de/people/buettneb/p2fd/ herunterzuladen.